4. Internationalen Theobald-Böhm-Wettbewerb für Flöte und Altflöte erflogreich beendet

Der 4. Internationale Theobald-Böhm-Wettbewerb für Flöte und Altflöte zum 225. Geburtstag fand von Montag dem 30. September bis Mittwoch dem 2. Oktober 2019 im Kleinen Konzertsaal der Hochschule für Musik und Theater München in der Arcisstraße 12 statt. Der Eintritt zum Wettbewerb und zum Preisträgerkonzert am Mittwoch dem 2. Oktober 2019 um 18 Uhr war frei.

Am Tag vor dem Wettbewerb, am Sonntag dem 29. September 2019, spielten die Juroren beim Festkonzert um 11 Uhr im Hubertussaal im Schloss Nymphenburg Werke von Theobald Böhm für Flöte mit Klavierbegleitung. Die Karten zum Preis von 25, 30, 35 und 40 EUR waren bei München Ticket und bei Ludwig Böhm (ludwig.boehm@t-online.de) erhältlich. Keines der Werke wurde bei den früheren Festkonzerten in den Jahren 1981, 1994, 2006, 20011 und 2016 gespielt. Nach dem Festkonzert trafen sich ca. 90 Nachkommen von Theobald Böhm und die Musiker in der Nymphenburger Schlosswirtschaft Schwaige zum Mittagessen.

Die Jurymitglieder waren Ulrich Meyer, der den Juryvorsitz innehattte (Professor der Hochschule für Musik und Theater München), Martin Belič (Flötist der Münchner Philharmoniker, 1. Preisträger des 2. Internationalen Theobald-Böhm-Wettbewerbs 2011), Hélène Boulègue (Soloflötistin des Orchestre Philharmonique du Luxembourg), Guoliang Han (Soloflötist des China National Symphony Orchestra, Professor des Central Conservatory of Music in Peking), Tomoko Iwashita (Dozentin an der Musashino Art University in Tokyo), Jan Ostrý (Soloflötist, Professor für Flöte am Konservatorium in Prag) und Irina Stachinskaya (Soloflötistin, früher Moscow State Symphony Orchestra).

Das Ziel des Wettbewerbs ist, die Erinnerung an Theobald Böhm wachzuhalten, den weltberühmten Münchner Flötisten, Komponisten, Flötenbauer und Erfinder der Böhmflöte. Er lebte von 1794 bis 1881 am Altheimer Eck 15, wo eine Gedenktafel an ihn erinnert und er ist im Alten Südliche Friedhof in der Thalkirchner Straße, Sektion 12, begraben, wo am 29. September um 18 Uhr eine Kranzniederlegung stattfand.

Der Wettbewerb unterscheidet sich von den anderen Flötenwettbewerben dadurch, dass die romantisch-virtuosen Kompositionen und Bearbeitungen von Theobald Böhm den Schwerpunkt des Programms bilden. In der 1. Runde standen eine seiner Etüden, eine Bearbeitung für Flöte in C oder Altflöte in G und eine Fantasie von Telemann auf dem Programm. In der 2. Runde wurden neben einem Werk von Theobald Böhm ein modernes Werk für Flöte und Klavier und ein modernes Werk für Flöte solo gespielt. In der 3. Runde erklangen ein langsames und ein schnelles Werk von Theobald Böhm.

Die Preisträger waren:

  1. Preis: Shangcong Lu, China (5000 EUR, Stiftung Otto Eckart)
  2. Preis: Wakizaka Fu, Japan (3000 EUR, Yamaha Europe)
  3. Preis: Guillermo Gonzalez Gonzalez, Spanien (2000 EUR, Stiftung Dr. Castringius)

Sonderpreis für Altflöte: Helen Dabringhaus (Kopfstück von Sanford Drelinger)

Sonderpreis für den besten Teilnehmer unter 20 Jahren: Jakob Slavkov, Slowenien (Piccolokopfstück von Tobias Mancke)

Sonderpreis für den zweitbesten Teilnehmer unter 20 Jahren: Jacopo Famà, Italien (200 EUR, Theobald-Böhm-Stiftung)

 

Fotos 2019

von Stefan Imielski

1  Festkonzert der Juroren im Schloss Nymphenburg, Hubertussaal

Guoliang Han, Jan Ostrý, Tomoko Iwashita, Hélène Boulègue, Irina Stachinskaya, Martin Belič

 

 

2  Ca. 100 Nachkommen von Theobald Böhm am Eingang des Hubertussaals

 

 

 

3  Die Preisträger und Juroren beim Preisträgerkonzert am 2. 10. 2019 in der Hochschule für Musik und Theater München, Kleiner Konzertsaal

Shangcong Lu, Wakizaka Fu, Guillermo Gonzalez Gonzalez, Jacopo Famà, Helen Dabrighaus, Jakob Slavkov, Ludwig Böhm, Martin Belič, Irina Stachinskaya, Hélène Boulègue, Ulrich Meyer, Tomoko Iwashita, Jan Ostrý, Guoliang Han, Nino Gurevich, Madoka Ueno

4  Die Preisträger beim Preisträgerkonzert

Jakob Slavkov, Jacopo Famà, Wakizaka Fu, Ludwig Böhm, Helen Dabrighaus, Shangcong Lu, Guillermo Gonzalez Gonzalez

 

 

(Personen von links nach rechts)

Ludwig Böhm, 5. 10. 2019